11. Reutlinger Open 2005

11. Reutlinger Open 2005

13. – 16. Mai 2005

Bosch

Bosch-Bildungszentrum Reutlingen, Tübinger-Strasse 123 TOR2, 72762 Reutlingen
mit ruhigen und klimatisierten Spielsäälen.

Bosch

Das Siegerfoto (v. l. n. r.): IM Zeller, Lazke, Hallmann, Turnierleiter Erler, Voelzke, 
IM Berebora, FM Gruber, IM Piankov, FM Pfrommer, Schiedsrichter Breitschädel

Ergebnisse

 



  • Ratinggruppen:



 

 

 



 

 

 

 



 

 

 

 

 

 




  • Inoffizielle Auswertungen:



 




 

Hochkarätige Besetzung bei Schachmeisterschaft,
Frank Zeller verteidigt Titel


Die 11. offene Reutlinger Stadtmeisterschaft im Schach fand traditionell an vier Tagen über Pfingsten statt. In diesem Jahr nahmen 116 Schachspieler den Kampf um die begehrten Preisgelder auf. Das bedeutete gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 45%. Unter den Teilnehmern waren 9 Senioren, 2 Frauen sowie 28 Kinder und Jugendliche. Ein wichtiger Grund für das stark gestiegene Interesse waren sicher die hervorragenden Spielbedingungen im Weiterbildungszentrum der Firma Bosch, die im Vorjahr sehr gut angekommen waren. 

Noch größer als bei der Gesamtzahl war die Steigerungsrate bei den Titelträgern. Es starteten 4 Internationale Meister und 4 FIDE-Meister gegenüber 2 Internationalen Meistern im Vorjahr. Bei 36 Spielern mit einer Turnierwertungszahl (TWZ) von über 2000 war das Turnier hochkarätig besetzt und trug internationalen Charakter. Einige Teilnehmer waren von weither angereist, um am Reutlinger Open teilzunehmen. Der Internationale Meister (IM) Evgenij Piankov kam aus der Ukraine, der FIDE-Meister Tom Wiley aus England. Die Teilnahme von Spielern aus Szolnok, der ungarischen Partnerstadt von Reutlingen, hat schon fast Tradition. Diesmal waren es 5 Spieler, darunter der Gewinner des Opens von 2003, IM Ferenc Berebora. Auch die Schweiz und die Niederlande waren vertreten sowie mehrere deutsche Bundesländer von Bayern bis Schleswig-Holstein. Die Mehrzahl der Spieler kam verständlicherweise aus Baden-Württemberg. Vom veranstaltenden Verein, dem Schachverein Reutlingen, nahmen 15 Spieler teil, darunter Degenhard Schlemminger, der mit 72 Jahren älteste Spieler des Turniers. Die jüngsten Teilnehmer waren dagegen gerade einmal 10 Jahre alt. 

Am Ende setzte sich wie im Vorjahr der für die SG Schwäbisch Gmünd spielende Tübinger IM Frank Zeller durch und konnte den ersten Preis von 650€ gewinnen. Nach seinem sensationellen Durchmarsch in Vorjahr mit 7 Punkten aus 7 Partien war der Ausgang dieses Mal aber denkbar knapp. Mit 2 Remis-Ergebnissen erreichte Frank Zeller wie zwei weitere Spieler 6 Punkte. Da seine Gegner im Turnier in der Summe etwas besser abschnitten als die der beiden punktgleichen Spieler, siegte Frank Zeller mit 30 Buchholz-Punkten vor dem Karlsruher FIDE-Meister Christoph Pfrommer (29,5 Buchholz-Punkte) und dem IM Evgenij Piankov aus der Ukraine (29 Buchholz-Punkte). Die beiden Spieler konnten 400€ bzw. 300€ in Empfang nehmen. Evgenij Piankov hätte auch Anspruch auf den Seniorenpreis gehabt, wenn der dritte Platz nicht höherwertig gewesen wäre. Es folgten 5 Spieler mit 5,5 Punkten, aber unterschiedlicher Buchholzwertung, die alle Preise bekamen. Platz 4 belegte der FIDE-Meister Thomas Gruber aus Eppingen, Platz 5 IM Ferenc Berebora aus Szolnok, Platz 6 Norbert Hallmann aus dem benachbarten Grafenberg als bester Spieler ohne Titel, Platz 7 Ferdinand Voelzke aus Kiel und Platz 8 Boris Latzke vom SK Bebenhausen. Bester Spieler vom Schachverein Reutlingen war Dr. Oliver Maas, der in dem starken Teilnehmerfeld den 17. Platz belegte. 

Der Seniorenpreis ging an Manutcher Arvin aus Heusenstam (4 Punkte), der Preis für die beste Frau an Tanja Pflug vom USV Halle (4 Punkte), der Preis für Jugend U16 an Jan-David Lange aus Tamm (4,5 Punkte) und der Preis für Jugend U14 wie im Vorjahr an Syang Zhou vom SF Deizisau (3,5 Punkte). 

Bei den Ratingpreisen waren die besten in der Gruppe TWZ bis 1399 Tina Sandrou aus Heumaden (3,5 Punkte), bis 1599 Michael Rix vom SF Lichtenstein (4 Punkte), bis 1799 Maximilian Seyrich aus Horb (4,5 Punkte), bis 1999 Matthias Schwab aus Ulm (4,5 Punkte) und bis 2149 Markus Hitzinger vom SC Oberwinden mit 5 Punkten. In Anbetracht der hohen Teilnehmerzahl erhielten auch die zweitplatzierten der Ratinggruppen Preise. Außerdem wurden noch Sachpreise unter Spielern verlost, die bei den übrigen Preisen leer ausgegangen waren. 

Das Turnier verlief in harmonischer Atmosphäre. Daran hatten natürlich die Gäste einen bedeutenden Anteil, aber auch der veranstaltende Verein mit der Turnierleitung unter der Führung von Jürgen Erler sowie dem Schiedsrichter Dr. Oliver Breitschädel und zahlreichen Helfern, nicht zuletzt die Firma Bosch, die praktisch das gesamte Erdgeschoss ihres Weiterbildungszentrums für das Turnier zur Verfügung stellte. 

Der Schachverein Reutlingen dankt allen Teilnehmern für ihr Erscheinen und würde sie gerne im nächsten Jahr wieder begrüßen.

Leave a Reply